Langer Marsch durch die wunderschönen Ahlhorner Wälder

Am Sonntag, 23. Februar, 08:45 Uhr, versammelten sich 4 tapfere Wander auf dem Parkplatz der Fach Hochschule Wilhelmshaven: Luise Helmer, Marianne Dubowy, Roland Weise und Christian Strauß.
Auf was wir uns einließen war uns sehr bewusst. Die Prognose war eindeutig: Dauer-Niesel-Regen, 6°C und 20 km. Immerhin konnten wir für den Nordwesten Deutschlands mit nachlassendem Wind rechnen.
Und da wir alle voller Tatendrang waren, bestiegen wir -mit der Maßgabe, keinen Dreck zu machen- wohlgelaunt Rolands frisch gesaugtes Auto.
Dieses Mal starteten wir im Gegen-Uhrzeigersinn um die ersten Teiche herum und zweigten dann rechts zu den -teils als Urwald seit Jahrzehnten sich selbst überlassenen- ausgedehnten Wäldern ab.

Das Tolle in dieser Gegend ist u.a. die angenehme Tatsache, dass die Wege auch nach starken Regenfällen gut zu gehen und nie schlammig sind.

Überraschend war der Wind inzwischen fast gänzlich eingeschlafen, so dass wir die urwüchsige Natur tatsächlich genießen konnten.

Wir bewunderten die vielen uralte Buchen und Eichen und spekulierten über eine seltsame Schaum-Bildung am Fuß der Stämme; insbesondere an Eichen.
Später recherchierte Roland, dass sogenannte „Saponine“, wasserlösliche Seife artige Stoffe aus der Rinde der Bäume, die bei andauerndem Regen ausgeschwemmt werden, dafür verantwortlich sind.

Nach ca. 2 Stunden im Regen sehnten wir uns dann doch nach einem trockenen Plätzchen für unsere „Brotzeit“. Hierfür nahmen wir gut 1½ zusätzliche Kilometer zu einer von mir erkundete kleine Hütte gern in Kauf.
Auf dem Rückweg durchquerten wir das idyllische wilde Tal der Lethe mit ihren weit verzweigten Wasserläufen und verwunschenen Seen, wo wir Silber-Reiher beobachten konnten.

An den Gehöften der Ahlhorner Wasserwirtschaft vorbei marschierten wir schließlich über verschlungene Wege zwischen weiteren Teichen hindurch fröhlich und zufrieden unserem Fahrzeug entgegen; gemessene km: 21,5!

Autor: Christian Strauß